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Clean-Up Einsatz in der Slowakei und in Bosnien Herzegowina, Fotos: everwave GmbH

24.02.2022

Kooperation mit everwave GmbH

Aachener Startup setzt auf BERKY Technologie

 

  • Plastikmüll in den Weltmeeren stellt seit längerer Zeit ein großes Problem dar und steht im Fokus des öffentlichen Interesses. Insbesondere das Thema Mikroplastik wird oft diskutiert.

Viele gemeinnützige Vereine und unabhängige, meist international agierende Non-Profit Organisationen (auch NGOs genannt) haben sich vorgenommen, den Lebensraum Wasser zu schützen und zu wahren. Dabei helfen sie, die Weltmeere und Gewässer von Verunreinigungen zu befreien und somit etwa seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu schützen. Diese Ziele verfolgt auch das Aachener Startup „Everwave“. Genauer hilft das Unternehmen durch kreative Techniken und Verfahren bei der Entfernung von Müll aus Seen, Flüssen oder Talsperren. Die Boote von BERKY stellen hierbei eine effiziente Lösung dar.

Bis zu vier Millionen Tonnen Plastikmüll werden schätzungsweise im Jahr in die Meere eingeleitet. Laut Wissenschaftlichen Studien spült der Jangtse-Fluss die größten Mengen an Müll in das Meer. Er fließt vom Hochland Tibets über die Megacities Chongqing und Shanghai weiter in das Ostchinesische Meer. Auch in Deutschland sind einige Flüsse am Einleiten von Müll in das Meer beteiligt: Insbesondere große und breite Flüsse, wie zum Beispiel der Rhein, transportieren ebenfalls größere Mengen an Müll.

Es wird davon ausgegangen, dass vor Allem Privathaushalte und die Industrie für den Eintrag von Plastikmüll in die Meere verantwortlich sind. Im Laufe der Jahre hat sich Inzwischen eine riesige, schwimmende Ansammlung von Müll zwischen Hawaii und Kalifornien gebildet. Das sogenannte „Great Pacific Garbage Patch“ erstreckt sich über schätzungsweise 1,6 Millionen Km². Der schwimmende Müllgigant ist also bereits etwa dreimal so groß wie Frankreich.

Nicht nur durch unachtsames Entsorgen gelangt Müll in die Gewässer. Auch durch Oberflächenabflüsse und Regenereignisse wird er in die angrenzenden Flüsse gespült. Genau hier will everwave intervenieren und das Problem mit entsprechenden Maßnahmen bereits am Ursprung lösen.

Eines dieser Maßnahmen stellt der Einsatz des Müllsammelbootes „Collectix“ dar. Hierbei handelt es sich um ein von der Firma BERKY hergestelltes und umfunktioniertes Mähsammelboot, welches eigentlich zum Absammeln von schädlichen und invasiven Wasserpflanzen genutzt wird. Das Boot entnimmt den schwimmenden Müll über ein in das Wasser ragendes Förderband und sammelt ihn auf einer Ladefläche. Im Umkehrweg kann der Müll von der Ladefläche über das Förderband am Ufer abgeladen werden.

Das Boot kann aber noch viel mehr: Es ist in der Lage, mittels künstlicher Intelligenz die unterschiedlichen Müllsorten zu erkennen. Hierzu wird der gesammelte Müll per Kamera erfasst und die gespeicherten Daten im Anschluss ausgewertet. Diese Technologie wurde in Kooperation von everwave, BERKY und dem Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz entwickelt und wird im Einsatz kontinuierlich getestet und verbessert.

Das Collectix-Boot wurde bereits auf dem Fluss Hron sowie am Ruzin-Staudamm in der Slowakei oder auf Stauseen in Bosnien-Herzegowina erfolgreich eingesetzt. Bei der letzten Cleanup-Mission im Herbst 2021 konnten an einem Staudamm über 70 Tonnen Müll entfernt werden. Auch in diesem Fall ist eine fehlende Abfallinfrastruktur der Auslöser für die Verschmutzung.

Aber auch in heimischen Gewässern konnte das Boot bereits glänzen. Durch die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal im Jahre 2021 konnte es dabei helfen, die Seen, Flusszuläufe und Staumauern der Urft und Rur von eingespültem Material zu befreien, welches durch das Hochwasser in die Flüsse gelangte.

Der Aachener Startup everwave hat sich vorgenommen, die vorhandenen Methoden weiter zu verbessern und weitere, innovative Verfahren zur Reinigung der Gewässer in Zukunft zu entwickeln.

Aufbauend auf die etablierten Produkte und das vorhandene Know-How, wie in der Partnerschaft mit der Firma BERKY ersichtlich, kann bereits bestehende Technologie kreativ eingesetzt und umfunktioniert werden.


  • Berky setzt bereits auf umweltschonendere Techniken, berücksichtigt ökologische Gesichtspunkte bei der Entwicklung neuer Maschinen und Arbeitsgeräte und hilft weiteren NGOs als Partner dabei, Gewässer von Verunreinigungen zu befreien.